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Lobbying: ZVO-Mitgliederversammlung ebnet den Weg
Das Interesse an der ZVO-Mitgliederversammlung am 21.01.2012 war trotz widriger Wetterverhältnisse und des ungewöhnlichen Samstag-Termines groß.
Die außerordentliche ZVO-Mitgliederversammlung am 21.01.2012 in Frankfurt / Main sprach sich mit deutlicher Mehrheit dafür aus, dass der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. (ZVO) künftig zielgerichtet auf die Belange der Galvano- und Oberflächentechnik auch politisch-lobbiistisch tätig wird und sich für diesen Zweck die Dienste einer auf diesem Gebiet seit zwei Jahrzehnten etablierten, hoch angesehenen Beratungsagentur sichert. Dabei erstreckt sich dessen Tätigkeit nicht nur auf Europa, sondern auch auf Deutschland.
63 % der Firmenmitglieder von ZVO und der Mitgliedsverbände nahmen persönlich oder schriftlich an der Entscheidung teil, 84 % der abgegebenen Stimmen sprachen sich für den seitens des Vorstandes eingereichten Antrag aus. Dieser, so betonte der Vorsitzende des ZVO, Walter Zeschky, in seiner Eröffnungsrede, basiere keinesfalls auf einer Idee des Vorstandes. Dieser habe die nachdrückliche Forderung weiter Teile der Mitgliedschaft aufgegriffen, beraten, diskutiert und einen Lösungsvorschlag erarbeitet, der in dem Antrag gemündet sei. Das Votum ist befristet bis 2015. In der ZVO-Mitgliederversammlung 2015 wird über die Fortführung über den 31.12.2015 hinaus erneut beraten und abgestimmt.
Die Mehrheit der Mitglieder sprach sich für Finanzierungsvorschag 3 aus, der auf einer umsatzbezogenen Staffel basiert und einen Einstiegs - Jahresbetrag von € 500,-- (bis € 500.000) und höchstens € 2.500 (über Mio € 5) vorsieht.
Vor der Beschlussfassung wurden ausführlich die Hintergründe des Anliegens vorgestellt. Die Betroffenheit eines mittelständischen Unternehmens von EU-Verordnungen, EU-Richtlinien, die teilweise auf fehlerhaften und unrichtigen Entscheidungsgrundlagen basieren, diese im politischen Entscheidungsprozess aber keine Rolle mehr spielen und denen nicht widersprochen werden kann, schilderte zuvor Frau Andrea Thoma-Böck von der Thoma Metallveredelung GmbH / Heimertingen, die für ihre Ausführungen mit viel Beifall bedacht wurde.
Mit der Umsetzung des Beschlusses, der in geheimer Wahl getroffen wurde, wird zügig begonnen und dabei zunächst die Unternehmen eingebunden, die sich positiv zu dem Anliegen geäußert haben. Da seit einigen Tagen berechtigte Hoffnungen bestehen, durch lobbiistische Aktivitäten dem laufenden REACH-Prozess positive Impulse in unserem Interesse verleihen zu können, soll keine Zeit verschwendet werden.
