Willkommen

Passwort vergessen?


Einzelansicht

Dienstag 05. Dezember 2017

TU Chemnitz: Mehr als eine Drittelmillion Euro für Stipendien

95 Studierende aller acht Fakultäten der TU Chemnitz erhielten am 9. November 2017 ein Deutschlandstipendium. Die Stipendiaten werden für die kommenden beiden Semester mit 300 Euro monatlich gefördert.
Der Rektor, Professor Dr. Gerd Strohmeier, und der Dekan der Fakultät für Maschinenbau, Professor Thomas Lampke, mit den 26 Stipendiaten der Fakultät für Maschinenbau (Bild: TU Chemnitz/Jacob Müller)

Auch 26 Studierende der Fakultät für Maschinenbau erhielten ein Deutschlandstipendium. (Bild: TU Chemnitz/Jacob Müller)

Im Rahmen einer Feierstunde im Kammersaal der Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz wurden die 95 Studierenden für herausragende Leistungen im Studium und für die Gesellschaft mit einem Deutschlandstipendium ausgezeichnet. 61 dieser Stipendien wurden neu vergeben, 34 sind Weiterförderungen. Möglich machen das 47 Förderer. Insgesamt liegt die Fördersumme bei 342.000 Euro. Zu den Fördernden gehören Unternehmen genauso wie Privatpersonen, darunter auch 33 Mitgliedsfirmen der IHK Chemnitz. Neben den 95 Deutschlandstipendien wurden im Zuge der Feierstunde auch neun Universitätspreise sowie der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) vergeben.

Der Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Gerd Strohmeier, überreichte jede Urkunde persönlich. Er betonte: „Bei dem Deutschlandstipendium handelt es sich um einen wunderbaren Schulterschluss zwischen Bund und privaten Trägerinnen und Trägern – eine Public-private-Partnership in der Bildungspolitik. Ich bin unglaublich stolz auf alle Stipendiatinnen und Stipendiaten.“

Auch Maik Kästner, Referent für Innovation und Technologie der IHK Chemnitz, richtete sich mit einem Grußwort an die Stipendiaten. Er hob vor allem den hohen Stellenwert der Studierenden der TU Chemnitz als künftige Fachkräfte für Unternehmen der Region hervor. 

Am 12. Dezember 2017 findet der nächste Deutschlandstipendiaten-Stammtisch statt. Es ist eine weitere Gelegenheit, um bestehende Netzwerke zwischen Fördernden und Geförderten zu stärken oder neue Kontakte zu knüpfen.

Förderung von Studierenden

Das Deutschlandstipendium fördert Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Sehr gute Noten und Studienleistungen gehören ebenso dazu wie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen oder das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg. Durch das Stipendium können sich die Stipendiaten stärker auf das Studium und dessen zeitnahen Abschluss konzentrieren, da sie nicht zwingend mit einem Nebenjob ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen. Die TU Chemnitz gehörte 2011 zu den ersten Universitäten in Deutschland, die Stipendien ausschrieben. Damals waren es 30 Stipendien, jetzt sind es 95.

Die sehr gute Verknüpfung der MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik mit den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ist ein Markenzeichen der TU Chemnitz. Durch dieses Zusammenwirken entstehen gemeinsam mit der Industrie Spitzencluster in der Forschung, attraktive Bildungsangebote und internationale Netzwerke.

Deutschlandstipendium

Die Höhe eines Stipendiums beträgt 300 Euro monatlich. Eine Hälfte wird von privater Seite – von der Wirtschaft, von Stiftungen, von ehemaligen Absolventen oder von sonstigen Förderern – getragen, die andere Hälfte übernimmt der Bund.

Bewerben kann sich jeder, der im ersten oder in einem höheren Fachsemester an der TU Chemnitz immatrikuliert ist. Die Stipendien werden nach Begabung und Leistung vergeben. Darüber hinaus entscheiden für die Förderung gesellschaftliches Engagement, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, oder besondere persönliche oder familiäre Umstände. Alter und Nationalität spielen keine Rolle. Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn der Studierende bereits eine begabungs- und leistungsabhängige materielle Förderung gemäß Stipendienprogramm-Gesetz (StipG) über 30 Euro monatlich (Durchschnitt) erhält (Verbot der Doppelförderung).

Das Stipendium wird zunächst für ein Jahr bewilligt. Über die mögliche Fortgewähr des Stipendiums entscheidet eine jährliche Überprüfung der Leistung des Stipendiaten. Stipendien werden nicht länger als für die Dauer der Regelstudienzeit im jeweiligen Studiengang gezahlt. Die Ausschreibung der zu vergebenen Stipendien erfolgt mindestens einmal jährlich, i.d.R. jeweils zum Wintersemester.