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BIA: neue patentierte Chromoberfläche

Gebürstete Oberflächen erfreuen sich aufgrund ihrer Optik und Haptik im Fahrzeugdesign großer Beliebtheit. Der BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, das Bürstoptiken auf verchromten Kunststoffbauteilen ermöglicht.

Foto von Bürststruktur auf verchromten Kunststoffbauteilen

Bürststruktur auf verchromten Kunststoffbauteilen von BIA. (Bild: BIA)

„Wir kombinieren hier eine Strukturierung der Werkzeugoberfläche mit einem Laserverfahren auf der fertig verchromten Oberfläche“, erklärt BIA-Entwicklungsleiter Ullrich Gutgar. „Allein die Strukturierung im Spritzgusswerkzeug mit einer negativen Bürststruktur erreichte nicht den gewünschten Effekt, da im galvanischen Prozess der Auftrag der Metallschichten zu einer nicht vollkommen gleichmäßigen Einebnung führt“, begründet Gutgar seine Versuchserfahrungen. Auch ein rein mechanisches Bürsten der verchromten Bauteile oder eine Strukturierung nur mittels Laser seien ungeeignet, da dabei ein zu starker Abtrag der Chromschicht erfolgt, so dass die darunter gelegene Nickelschicht zum Teil freiliegt und es zu Korrosionsproblemen und Nickellässigkeit kommt.

Entscheidend für den Erfolg des neuen Patents ist die besondere Fokussierung des Lasers. Im Ergebnis mutet die Oberfläche matt und durch die vorherige Strukturierung des Werkzeugs gleichmäßig gebürstet an, ohne dass Metall verdampft wird und es zu Veränderungen der Korrosionseigenschaften kommt. „Wir können mit entsprechender Ansteuerung des Lasers auf einem Bauteil auch parallel scharf abgegrenzte gebürstete, matte Bereiche und glänzende Bereiche darstellen“, freut sich Gutgar über die neuen Möglichkeiten für die BIA-Kunden.