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Aufruf zur Beteiligung an EU-Umfrage zur Überprüfung der Definition von KMU

Bis zum 6. Mai beteiligen! Der ZVO ruft seine Mitglieder auf, sich an der aktuellen EU-Konsultation zur Überprüfung der Definition von KMU zu beteiligen. Die Konsultation endet am 6. Mai 2018.

Abbildung Europa-Fahne in Blau mit gelben Sternen (Bild: mirpic - Fotolia)

EU-Konsultation zu KMU (Bild: mirpic - Fotolia)

Die Definition von Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Empfehlung 2003/361/EG ist das strukturelle Instrument zur Ermittlung von Unternehmen, die aufgrund ihrer Größe mit Marktversagen und besonderen Herausforderungen konfrontiert sind und bei der Gewährung öffentlicher Unterstützung bevorzugt werden können.

Das Instrument „KMU“ wird bei EU-Maßnahmen in den Bereichen Wettbewerb (staatliche Beihilfen), Strukturfonds sowie Forschung und Innovation (Horizont 2020) häufig genutzt. Darüber hinaus ist die Definition von KMU für einige europäische administrative Freistellungen und Gebührenermäßigungen relevant, zum Beispiel im Rahmen der Verordnung über die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH).

Die Kommission arbeitet derzeit eine Bewertung und mögliche Überarbeitung einiger Aspekte der Definition von KMU aus. Dabei ist eine öffentliche EU-Konsultation Teil des Verfahrens und wird es allen interessierten Akteuren ermöglichen, Rückmeldungen zur Bewertung und Folgenabschätzung der Definition von KMU zu geben.

Derzeit werden die KMU-Unternehmensklassen wie folgt definiert:

Mitarbeiterzahlen und finanzielle Schwellenwerte zur Definition der Unternehmensklassen

(1) Die Größenklasse der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) setzt sich aus Unternehmen zusammen, die weniger als 250 Personen beschäftigen und die entweder einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. EUR erzielen oder deren Jahresbilanzsumme sich auf höchstens 43 Mio. EUR beläuft.

(2) Innerhalb der Kategorie der KMU wird ein kleines Unternehmen als ein Unternehmen definiert, das weniger als 50 Personen beschäftigt und dessen Jahresumsatz bzw. Jahresbilanz 10 Mio. EUR nicht übersteigt.

(3) Innerhalb der Kategorie der KMU wird ein Kleinstunternehmen als ein Unternehmen definiert, das weniger als 10 Personen beschäftigt und dessen Jahresumsatz bzw. Jahresbilanz 2 Mio. EUR nicht überschreitet.

Diese Werte stellen bei vielen Förderprojekten und öffentlichen Maßnahmen eine echte Begrenzung und Benachteiligung dar, da eine Vielzahl von Firmen ab dem 251. Mitarbeiter qua Defintion ausgegrenzt werden. Als Mittelstand können durchaus auch Unternehmen mit 1.000 und mehr Mitarbeitern bezeichnet werden.

Diese Problematik soll mit der aktuellen Neudefinition hinterfragt werden: Reicht die bisherige Definition oder muss sie erweitert werden?

Auch zahlreichen ZVO-Mitgliedern bleiben derzeit viele Förderprojekte verschlossen. Das ist für diese Unternehmen bei allen Fördermaßnahmen von größter Bedeutung, da sie bei der bisherigen Definition auch nicht durch kleinere Tochterunternehmen in den Genuss von Fördermitteln kommen oder kommen können.
Damit entgeht diesen Unternehmen gerade bei kurzfristigen und schnellen Projekten eine Fördermöglichkeit. 

Der ZVO ruft seine Mitglieder auf, sich an der aktuellen EU-Konsultation zu beteiligen. Die Konsultation endet am 6. Mai 2018.

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