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ZVO trifft Volker Kauder in Berlin

ZVO-Präsident Walter Zeschky und ZVO-Hauptgeschäftsführer Christoph Matheis trafen am 17. September 2018 im Deutschen Bundestag Volker Kauder, der bis gestern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vorstand.

Volker Kauder, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion traf in Berlin auf ZVO-Präsident Walter Zeschky und Hauptgeschäftsführer Christoph Matheis.

Volker Kauder

Nach einer kurzen Vorstellung der Galvanikbranche, die dem Fraktionsvorsitzenden aufgrund zahlreicher Galvaniken im Wahlkreis sehr gut bekannt war, ging es direkt in medias res.

Zeschky und Matheis schilderten authentisch die täglichen Herausforderungen der mittelständischen Branche, insbesondere im Bereich der Chemikalienregulierung. Auch die exorbitant hohe Belastung durch den Strompreis in Deutschland und den Wettbewerbsnachteil im europäischen Vergleich prangerten Zeschky und Matheis an.

Bürokratische Überfrachtung

Die beiden ZVO-Repräsentanten beschrieben eindringlich, dass ausufernde bürokratische Vorgaben und intransparente Prozesse nicht nur zu unternehmerischer Planungsunsicherheit und finanziellen Belastungen führen, sondern auch Investition und Innovation in der Branche gefährden.

In diesem Zusammenhang wurde insbesondere auf zwei Herausforderungen hingewiesen: das zunehmende Aufkommen von Doppelregulierung aufgrund immer neuer regulatorischer Initiativen sowie die fehlende Einbeziehung der Branche in die technische Ausgestaltung rechtlicher Vorgaben.

Volker Kauder konnte die Probleme durch Regulierung nachvollziehen. Jedoch verwies er auf die Verantwortlichkeit der Länder und zuständigen Vollzugsbehörden für die Ausgestaltung gesetzlicher Vorgaben und erinnerte daran, dass Kontrollen durch Behörden auch eine sehr gute, weil sichernde Komponente haben. Er erkannte jedoch das Verbesserungspotenzial bei der Einbindung der betroffenen Unternehmen bei der Erstellung von Umsetzungsregularien an.

Horrende Strompreise

Auch das Thema Energiepreise kam zur Sprache. Die derzeitige Finanzierungsform der Energiewende stellt viele Unternehmer vor enorme Herausforderungen: Die durch die EEG-Umlage verursachte Kostenspirale ist für viele Mittelständler kaum zu verkraften. Zudem sind umlagezahlende Unternehmen selbst auf nationaler Ebene gegenüber Wettbewerbern deutlich benachteiligt, vom europäischen Wettbewerb ganz zu schweigen. Auch hier zeigte sich Kauder verständnisvoll: Die Energiepreisthematik stehe auf Platz 2 der größten wirtschaftlichen Herausforderungen der Bundesrepublik nach dem Fachkräftemangel. Insbesondere vor dem Hintergrund des anstehenden Netzausbaus sei die langfristige Stabilisierung des Strompreises eine der Top-Prioritäten der Unionsfraktion.

Weiterer Austausch in Planung

Nach einem intensiven Gedankenaustausch signalisierte Kauder seine Bereitschaft für Unterstützung.  Die Geschäftsstelle werde die angesprochenen Themen für ihn nachbereiten und gemeinsam mit seinem Team an konstruktiven Lösungen mitarbeiten.

Der ZVO wird sich auch weiterhin auf Bundesebene für die Probleme und Herausforderungen der Branche stark machen und den von Überregulierung und hohen Strompreisen betroffenen mittelständischen Unternehmen eine Stimme geben.