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ZVO: FDP-Politiker treffen Branchenvertreter bei der Barth Galvanik

Der Betriebsbesuch von Dr. Hermann Otto Solms diente als Forum zum Gespräch mit Branchenvertretern zu bedeutsamen Themen mittelständischer Unternehmen.

Gruppenfoto in Oberursel

FDP-Politiker folgten der Einladung von ZVO zur Barth Galvanik. (Bild: ZVO)

Der Betriebsbesuch von Dr. Hermann Otto Solms, ehemaliger Vizepräsident des Deutschen Bundestages und Bundestagskandidat für den Wahlkreis (173) Gießen, diente als Forum zum Gespräch mit Branchenvertretern zu Themen, die für den Mittelstand von besonderer Bedeutung sind. Begleitet wurde er von Katja Adler, Vorsitzende der FDP in Oberursel, und Florian Kern vom FDP Kreisverband Gießen.

Am 22. August 2017 empfingen Peter Dietz, Geschäftsführer Barth Galvanik GmbH, und die kaufmännische Leiterin Melanie Dietz die FDP-Politiker im Werk in Oberursel. Beim Besuch des Familienunternehmens, in dem etwa 130 Mitarbeiter angestellt sind, lag der Fokus auf aktuellen Themen des deutschen Mittelstands. Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl im September ging es insbesondere um die aktuellen Missstände in der Energiepolitik und den überbordenden Bürokratieaufwand.

Standortbedingt hohe Stromausgaben kaum zu schultern

Der ZVO, der den Betriebsbesuch organisiert hatte, war durch Präsident Walter Zeschky und Hauptgeschäftsführer Christoph Matheis vertreten. Sie verdeutlichten den FDP-Politikern die Problematik der stetig steigenden Energiepreise für die gesamte Galvanikbranche. Insbesondere der erhebliche Wettbewerbsnachteil gegenüber europäischer Konkurrenz ist hoch problematisch. Die standortbedingten, hohen Stromausgaben sind kaum mehr zu schultern.

Dr. Solms, der für die Liberalen die programmatische Ausrichtung zu Energiefragen maßgeblich mitbestimmt, zeigte für dieses Anliegen großes Verständnis. Schon zuvor hatte der Bundestagskandidat die aktuelle Energiepolitik stark kritisiert. Er fordert ein Ende des EEG-Subventionssystems, damit die Strompreise für Industrie und Bürger bezahlbar bleiben. Dies findet sich auch im Wahlprogramm der FDP, das einen „Neustart in der Energiewende“ verlangt.

Bürokratische Dokumentationspflichten ohne Sicherheitsgewinn

Ein weiteres zentrales Thema des Gesprächs war der ausufernde Bürokratieaufwand. Zwar war dieses Problem in der Vergangenheit Gegenstand vieler Gespräche und Diskussionen auf der politischen Bühne, jedoch blieben „Erleichterungen“ meist hinter den Erwartungen zurück. Die ZVO-Branchenvertreter wiesen darauf hin, dass insbesondere Firmen in der Chemikalienindustrie Gesetze sowohl auf deutscher als auch auf europäischer Ebene beachten müssen. Die verschiedenen Gesetze beinhalten unter anderem Informations- und Dokumentationspflichten, die oft zu Mehrfachbelastungen führen – ohne Sicherheitsgewinn. Dr. Solms, der früher selbst unternehmerisch tätig war, betonte, dass er den Frust des Mittelstands mit den ständig wachsenden Vorgaben gut nachvollziehen kann. Zwar haben Vorschriften durch den zu erfüllenden Zweck eine Daseinsberechtigung, jedoch müssen diese auch praktisch umsetzbar gestaltet sein. Darüber hinaus dürfen sie insbesondere für mittelständische Unternehmen keinen unnötigen Mehraufwand erzeugen.

Der FDP-Bundesschatzmeister versprach, sich der Probleme anzunehmen und sich beim Einzug der Partei in den nächsten Bundestag unterstützend für die Mittelständler einsetzen zu wollen.

Lösungsansatz für gesamtgesellschaftliches Problem des Fachkräftemangels gefordert

Darüber hinaus wurde der aktuelle Fachkräftemangel in der Branche thematisiert. Trotz der guten Perspektiven von Berufen im technisch-chemischen Sektor ist das Angebot von (jungen) Fachkräften rückläufig. Hierbei wird insbesondere der fehlende Nachwuchs an Auszubildenden für mittelständische Unternehmen zu einer stetig wachsenden Herausforderung. Fachkräftemangel hat sich indes zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem entwickelt, das eines langfristigen Lösungsansatzes bedarf.

Die Vertreter der Galvanikbranche werden auch in Zukunft den Dialog zu Politikern der Region suchen, damit die Herausforderungen und Probleme des Hessischen Mittelstands in den politischen Diskussionen verfangen und angemessen berücksichtigt werden können.